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Blog · 3. August 2026

94 Prozent der Handwerksbetriebe haben eine Website. Das ist nicht das Problem.

Du hast den Satz bestimmt schon gehört, meistens am Telefon und meistens von jemandem, der dir etwas verkaufen will: die meisten Betriebe im Handwerk hätten noch gar keine Website. Der Satz ist falsch, und man kann das nachlesen.

Die Zahl

Fast alle haben längst eine

Der Bitkom hat 2025 eine repräsentative Umfrage unter 504 Handwerksbetrieben in Deutschland durchgeführt, erhoben in den Kalenderwochen 23 bis 29. Das Ergebnis: 94 Prozent der Betriebe haben eine eigene Website.

Das ist keine Schätzung aus einem Vertriebs-Leitfaden und keine Zahl aus einem Werbeprospekt, sondern eine repräsentative Erhebung eines Branchenverbands, öffentlich einsehbar: Bitkom, Digitalisierung des Handwerks.

Bitkom 2025 · 504 Betriebe

Wo das Handwerk digital wirklich steht

94 %

haben eine eigene Website

Die Seite ist da. Bei fast jedem. Sie ist keine Auszeichnung mehr, sondern der Ausgangspunkt.

88 %

stehen in Verzeichnissen

GelbeSeiten.de, DasOertliche.de und Ähnliches. Fast alle sind eingetragen, oft mit Daten, die seit Jahren niemand geprüft hat.

40 %

sind auf Bewertungsplattformen

Die kleinste der vier Zahlen, und die interessanteste. Sechs von zehn Betrieben überlassen ihren Ruf dem Zufall.

Social Media liegt dazwischen: 56 Prozent nutzen es. Gut die Hälfte also, was den Titel der Bitkom-Meldung erklärt.

Warum ich das schreibe

Ein Argument, das dir widerspricht, kostet Vertrauen

Ich verkaufe Websites. Ich könnte den Satz einfach weitersagen, er macht das Verkaufen leichter. Nur hält er keiner Sekunde Nachdenken stand.

Du kennst dein Umfeld. Du weißt, dass der Elektriker zwei Straßen weiter eine Seite hat, der Dachdecker auch, und der Malerbetrieb sogar eine ganz ordentliche. Wenn dir jemand am Telefon das Gegenteil erzählt, hat er entweder nicht nachgesehen oder hofft, dass du es nicht tust. Beides ist ein schlechter Start.

Die interessantere Frage ist ohnehin eine andere. Nicht: hast du eine Website. Sondern: bringt sie dir Anfragen.

Das eigentliche Problem

Nicht Existenz. Qualität.

01

Tempo

Fast jede Betriebsseite, die ich mir ansehe, lädt auf dem Handy im Mobilfunknetz spürbar zäh. Nicht kaputt, nur langsam. Zäh reicht schon: Wer auf dem Weg zur nächsten Baustelle kurz sucht, wartet nicht auf ein Hintergrundbild.

02

Handy

Diese Seiten entstehen am Schreibtisch und werden am Schreibtisch geprüft. Gesucht wird unterwegs. Wenn die Telefonnummer kein antippbarer Link ist, wenn Text hinter einem Menü verschwindet, wenn man zum Lesen zoomen muss, ist die Anfrage weg, bevor sie eine war.

03

Auffindbarkeit

Eine Website existiert nicht dadurch, dass sie online ist. Sie muss zu dem passen, was Leute wirklich eintippen: Gewerk plus Ort. Viele Seiten reden von „Qualität und Tradition“, und nirgends steht in klarem Text, was gemacht wird und wo.

Dazu kommt Aktualität. Eine Seite, deren letzter Stand vier Jahre alt ist, sagt einem Interessenten etwas über den Betrieb, auch wenn sie es gar nicht sagen will.

Selbsttest

Vier Minuten, dein eigenes Handy

Schalte das WLAN aus und ruf deine eigene Seite auf. Zähl dabei mit. Alles über vier Sekunden bis zum ersten lesbaren Text ist ein Problem, das du hast, ohne es zu merken.

Such nach deinem Gewerk und deinem Ort, im privaten Fenster, damit dein eigener Verlauf nicht mitspielt. Steht dein Betrieb auf Seite eins. Wenn nicht, sieh nach, wer dort steht.

Tipp auf deine Telefonnummer. Wählt das Handy. Wenn nichts passiert, ist die Nummer ein Bild oder toter Text, und jeder Anruf, der daran scheitert, ist ein verlorener Auftrag.

Lies die erste Bildschirmseite laut vor. Steht dort, was du machst und wo du es machst. Oder steht dort ein Wort wie „Willkommen“.

Der nächste Schritt

Genau das misst der Sofort-Report

Ladezeit, Handy-Ansicht, Auffindbarkeit. Du gibst deine Adresse ein und bekommst das Ergebnis per Mail. Er ist kostenlos, dauert bei dir etwa dreißig Sekunden, und es folgt kein Anruf daraus.

Wenn danach alles gut aussieht, hast du eine Website, die arbeitet, und weißt es jetzt schwarz auf weiß. Wenn nicht, weißt du wenigstens, woran es liegt, bevor dich jemand mit einer Zahl anruft, die gar nicht stimmt.

Wie ich arbeite, steht im Studio. Was technisch möglich ist, wenn eine Seite von Hand entsteht statt aus einem Baukasten, kannst du im Playground anfassen. Und warum Ladezeit der Punkt ist, an dem die meisten Anfragen still verloren gehen, steht im zweiten Beitrag.

Kostenlos, ohne Anruf

Sieh nach, wo du stehst.

Ich nehme wenige Projekte gleichzeitig an, weil ich sie allein baue. Der Report kostet dich trotzdem nichts und verpflichtet zu nichts.